Wie

Fotografiert wird nur, was auf dem Boden liegt. Ich drapiere nichts, füge nichts hinzu oder werfe gar selbst etwas weg, um es dann zu fotografieren. Manchmal kostet mich das Fotografieren Überwindung, z.B. auf einem weitläufigen Platz mit vielen Menschen. Ab und an werde ich angesprochen, weil man glaubt, ich habe etwas verloren.

Ich fotografiere ausschließlich mit meinem Handy (Nexus 4). Die Bilder bearbeite ich mit interner Software und veröffentliche sie dann über WordPress und Instagram.

Ehemann und Freunde helfen bisweilen und knipsen auch (mit ihrem Handy), schicken mir die Bilder und ich veröffentliche sie.

Die Bilder sollen „beiläufig“ aussehen (was sie ja auch sind). Ich möchte zeigen, dass auch in einfachen oder sogar vermeintlich hässlichen Dingen Schönheit zu finden ist. Es kommt eben auf die Betrachtung, den Fokus an. Mich interessieren auch die Gefühle und Gedanken, die ein Erdstück hervorruft. Ich selbst entspinne oft ein paar Schritte lang die Geschichte zum Objekt und frage mich, wie es letztlich dahin kam, wo ich es gefunden habe.

Man könnte auch meinen, die Motive müssten mir ausgehen, denn ich habe ja fast täglich den gleichen Weg. Aber dieser Weg führt an einer Schule, zwei Kindergärten und diversen Kiosks vorbei, also an Orten, wo sich mehrere Menschen aufhalten und viele Erdstücke verlieren oder fallen lassen.

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